|
Gehste inne Stadt, was macht Dich da satt? Ne Currywurst! Herbert Grönemeyer
Das hört sich zwar prima an, aber um satt zu werden gehören auch noch Pommes dazu. Da man sein Essen nicht trocken hinunterwürgt, trinkt man auch noch eine Kleinigkeit. Eh man sich versieht, ist man auf diese Art und Weise schnell fünf Euro los. Es soll niemandem ein Mangel an Rechenkünsten vorgeworfen werden, aber es ist in der heutigen Zeit mit den ständig explodierenden Preisen kaum möglich wesentlich billiger Zuhause zu kochen. Dabei soll es auch noch abwechslungsreich, schmackhaft und gesund sein. Nun sei dagegen gehalten, daß einem Erwachsenen in Deutschland laut Regelsatz der Sozialbehörde rein rechnerisch aus dem ihm zustehenden Anteil des Warenkorbes für seine Verköstigung ein Betrag
zukommt, der einer Nulldiät sehr nahe
kommt! Ein genauer Betrag wurde
schon von diversen Sozialpolitikern
aller Parteien errechnet und schwankt
zwischen zwei und vier Euro.
Für Kinder und Jugendliche ist der
Betrag natürlich wesentlich geringer!
Das soll mir mal einer vormachen
Zudem gibt es tatsächlich Lokalitäten, die einem armen, hungernden und Not leidenden Menschen für eine Mahlzeit teilweise € 2,- ( in Worten: Zwei Euro ) oder mehr
abknöpfen.
Wobei hierbei weder Vorspeise, Salat
noch Nachtisch enthalten ist und
natürlich auch kein Getränk. Deshalb wurde unsere Idee, einer Suppenküche, in der eine Mahlzeit 50 Cent kosten soll, in Wilhelmsburg mit Begeisterung aufgenommen. Wir wissen, daß es zumindest machbar ist, den Preis unter einem Euro zu halten und unser Ziel ist natürlich, die 50 Cent zu erreichen und mit Hilfe von Sponsoren oder Paten zu unterbieten.
Wir werden jetzt schon häufig gefragt: “Wann fangt ihr endlich an?” Die Frage hätten wir auch gerne beantwortet, denn es ist einfacher eine Suppe zu kochen, als eine Suppenküche zu erstellen. Es ist eine Unzahl von Vorarbeiten notwendig, denn unsere Suppenküche soll schließlich keine Eintagsfliege werden. Eine Vielzahl von Problemen muß gelöst werden, denn die Suppenküche soll schließlich nicht über den Preis der Mahlzeiten finanziert werden!
Aus diesem Grunde ist es auch unser vordringlichstes Anliegen, für die Suppenküche Spender, Fördermitglieder, Sponsoren oder Paten zu gewinnen. Dabei ist der Name der Helfer eher zweitrangig. Hauptsächliches Anliegen ist es eine gesicherte Basis zu schaffen, damit wir uns um die Anliegen der Bedürftigen kümmern können und nicht dauernd wegen der Existenz der Einrichtung Sorgen haben zu müssen.
Vielleicht sind es gerade SIE, die dazu beitragen, mit Unterstützung in Form von Räumlichkeiten, finanzieller Förderung, Sachspenden oder Vitamin-B, daß die Frage: “Wann fangt ihr endlich an???” nicht mehr gestellt werden
muß.
|